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Zu wenige Sozialarbeiter im Landkreis NWM – Zahl der Fälle zu hoch

Zu den Hinweisen auf die unhaltbaren Bedingungen der Sozialarbeiter beim Jugendamt im Landkreis Nordwestmecklenburg (NWM) erklärt die Abgeordnete der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg:

„Pflegeeltern sowie Eltern autistischer Kinder haben bereits die geringe Anzahl der Sozialarbeiter im Landkreis bemängelt. Der dramatische Fall des kleinen Jungen belegt nun offenbar leider erneut, dass die Anzahl der Fälle, die jeder der Sozialarbeiter zu betreuen hat, viel zu hoch ist. Es fehlt schlicht die Zeit, um ausreichend Kindeswohlgefährdungen zu verhindern oder sich engmaschig um Betroffene zu kümmern. Fallzahlen pro Sozialarbeiter von 60 sind weit über dem Standard. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge empfiehlt maximal 40 Fälle pro Sozialarbeiter, wobei darüber hinaus eine unterschiedliche Intensität der Hilfen zugrunde gelegt wird.

Es ist weder hinzunehmen noch nachzuvollziehen, wie die Landrätin des Kreises, Kerstin Weiss, auf die augenscheinlichen Missstände reagiert. Der Landkreis muss nicht nur die vorhandenen Stellen besetzen, sondern umgehend zusätzliche Stellen schaffen, denn bereits das für den Landkreis von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (Kgst) erstellte Gutachten bescheinigt im Bereich des Jugendamtes eine Unterbesetzung

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