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Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen steigt dramatisch

Zur steigenden Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze in M-V erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„In den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl der nicht besetzten Ausbildungsstellen dramatisch um rund 50 Prozent angestiegen. Waren im Schuljahr 2009/2010 noch 975 Stellen unbesetzt, so sind es derzeit etwa 1500.

Es sind seit Jahren dieselben Berufe, die kaum jemand mehr erlernen möchte. Zu den Top Ten der Berufe, die um Nachwuchs ringen, zählen Koch/Köchin, Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau sowie Hotelfachfrau/Hotelfachmann. Es sind Berufe, die auch für das Tourismusland M-V unerlässlich sind.

Neben der geringen Ausbildungsvergütung tragen die schlechten Ausbildungs- und Unterrichtsbedingungen an der Berufsschule dazu bei, dass Jugendliche diese Berufe meiden. Die Bildung von Berufsgruppenklassen, der gemeinsame Unterricht der Jugendlichen, die verwandte Berufe erlernen, ist gang und gäbe.

Meine Fraktion fordert den Bildungsminister auf, endlich mit einer ‚Berufsschuloffensive‘ zu beginnen. Mehr Lehrkräfte, kleinere Klassen und eine verbesserte Stundenausstattung sind das Gebot der Stunde. Gerade die Ausbildungsstellen, die dauerhaft unbesetzt sind, werden nicht weniger, wenn Standorte zusammenlegt und Klassen gebildet werden, in denen mehr als 30 Jugendliche verwandter Berufe unterrichtet werden. Wir brauchen besonders für die unbesetzten Ausbildungsstellen wohnortnahe Beschulungen statt Peanuts für die Fahrtkosten.“

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