Wie viele Lehrkräfte braucht M-V? Bedarfsprognose fehlt immer noch!
Zu der nach wie vor nicht vorgelegten Lehrerbedarfsprognose durch den Bildungsminister Mathias Brodkorb erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
„Der Bildungsminister hält die Opposition sowie den Bildungsausschuss seit Monaten hin. Er führt Zielverhandlungen mit den Hochschulen, ohne dass der tatsächliche Lehrebedarf bekannt ist. Auf diese Weise können in den Vereinbarungen keine Ziele festgesetzt werden.
Es drängt sich allerdings der Verdacht auf, dass der Minister längst über diese Bedarfsprognose verfügt und wieder einmal auf eigene Faust handelt – und dies, obwohl er gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Lehrerbedarfe dem Bildungsausschuss mitzuteilen. Ich fordere den Minister auf, die Prognose unverzüglich offenzulegen. Es ist unerträglich, dass der Minister wieder einmal sein eigenes Süppchen kocht und alle Beteiligten vor vollendete Tatsachen stellt. Der Minister missachtet seine gesetzliche Pflicht und degradiert die Abgeordneten zum Abnickgremium.
Bereits im Sommer dieses Jahres präsentierte Minister Brodkorb die Eckwerte der Hochschulpolitik – ohne die Lehrerbedarfsprognose, obwohl sie nach seinen eigenen Angaben vorgelegen hatte.
Wie viele Lehrkräfte braucht M-V denn nun in den verschiedenen Fächern? Wie will der Bildungsminister gerade an den beruflichen Schulen dem Mangel an Lehrkräften entgegengetreten? Es liegt auf der Hand, dass die umstrittene Berufsschullehrerausbildung in Neubrandenburg allein diesen Herausforderungen nicht gewachsen ist. Geheimniskrämerei wird nicht dazu beitragen, Lehrkräfte zu finden!“