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Wertschätzung muss sich auch in der Bezahlung niederschlagen

Zum Equal Pay Day am 17. März 2020 erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Die Kassiererin im Supermarkt, die Pflegekraft im Seniorenheim, die Krankenschwester im Krankenhaus, die Raumpflegerin im Bürokomplex – in den Dienstleistungs-, Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufen sind es zum größten Teil Frauen, die diese verantwortungsvolle Arbeit leisten. Sie sichern an vorderster Stelle die Versorgung, Pflege und Gesundheit der Bevölkerung.

Die schreiende Ungerechtigkeit der nach wie vor klaffenden Lücke zwischen der Bezahlung von Frauen und Männern von 21 Prozent zeigt sich angesichts der aktuellen Corona-Krise unmissverständlich und ist eine absolute Schande. Wegen des geringeren Verdienstes bleiben in diesen Krisenzeiten auch mehr Frauen als Männer zu Hause, um die Kinder zu beaufsichtigen, weil Schulen und Kitas geschlossen sind – diese zusätzliche Arbeit erfolgt ohne Bezahlung. Sie werden damit doppelt und dreifach benachteiligt!

Meine Fraktion fordert ein Aufwerten der Berufe in den Dienstleistungs-, Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufen. Es sind endlich Lohnanpassungen auf einem angemessenen Niveau, gute Arbeitsbedingungen und funktionierende Rahmenbedingungen für Gerechtigkeit in der Gesellschaft erforderlich. Nicht erst in der heutigen Krise zeigt sich, wie wichtig die Arbeit ist, die besonders von Frauen geleistet wird. Eine angemessene Wertschätzung muss sich auch im Gehalt niederschlagen. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit – jetzt!“

Hintergrund: Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell bundesweit bei 21 Prozent liegt. Daraus ergeben sich 77 Tage, die Frauen mehr arbeiten müssen als Männer, um auf den annähernd gleichen Lohn zu kommen wie Männer. Der 17. März 2020 wurde daher als 77. Tag im Jahr als Equal Pay Day gesetzt.

 

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