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Weg von der Schmalspurausbildung beim Lehramtsstudium

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Schulpraktische Übungen und Angebot des Beifachstudiums an den lehrerbildenden Hochschulen in M-V“ (Drs. 6/4864) erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Die Landesregierung verstößt bei der Ausbildung der Lehrkräfte gegen geltendes Gesetz. Nach dem Lehrerbildungsgesetz soll es allen Studierenden möglich sein, in unserem Land neben dem Erst- und Zweitfach auch ein drittes Fach als sogenannten ‚Beifach‘ zu studieren. Dies ist aber nicht möglich, da zum Beispiel die Universität in Rostock ihren Studentinnen und Studenten dies nicht einräumt. 

Auch in Greifswald können die Studierenden lediglich vier Fächer zusätzlich studieren. Insgesamt verstößt die Landesregierung gegen den Paragraphen 5, der das Beifach regelt. Meine Fraktion spricht sich für eine Abschaffung dieser Beifachregelung aus. Nicht die Universitäten machen hier etwas falsch, sondern die Landesregierung. Es ist nicht möglich, jedes Unterrichtsfach mit lediglich 20 Wochenstunden zu studieren und anschließend zu unterrichten. Sollte es bei dieser Regelung bleiben, wird der Schmalspurausbildung Vorschub geleistet. 

Meine Fraktion fordert den Minister auf, umgehend zu einer qualitativ hochwertigen Lehrerausbildung zurückzukehren. So lässt sich beispielsweise ein Lehramtsstudium für Mathematik, Englisch oder Deutsch nicht als Beifach absolvieren. In 200 Stunden wird man weder Mathe-, Englisch- oder Deutschlehrer. Die Möglichkeit des Studiums eines Nebenfaches muss dringend begrenzt werden, um eine fundierte Ausbildung sicherzustellen.“

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