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Über Zukunft der Berufsausbildung nicht am grünen Tisch entscheiden

Zur Situation der beruflichen Schulen im Land erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Es ist ein Unding, dass das Bildungsministerium am grünen Tisch über die Zukunft der Berufsausbildungen entscheidet – ohne Rücksicht auf regionale Besonderheiten oder die Erreichbarkeit von Ausbildung. 

Die Leidtragenden dieser Reform sind die Auszubildenden. Diese erhalten in den meisten Fällen keine Unterstützung zu den hohen Fahrtkosten. Das Land mag sparen, aber den Preis zahlen die Auszubildenden und die Lehrkräfte. 

Gerade die Zentralisierung von Ausbildungen für Jugendliche mit Vermittlungs- und Lernhemmnissen an einigen wenigen Schulen, weit entfernt vom Heimatort ist völlig unüberlegt und kontraproduktiv. Tausende offene Lehrstellen zeugen bereits in diesem Jahr davon, dass es notwendig ist, die Berufsausbildungen näher zum Schüler zu bringen, und nicht umgekehrt, die geringverdienenden Jugendlichen hinter der Ausbildung herreisen zu lassen. 

Sinkende Schülerzahlen führen selbstverständlich zu Änderungen. Aber diese mit der Holzhammer-Methode vorzunehmen und viel zu spät zu präsentieren, zeugt von nicht durchdachtem Handeln. Meine Fraktion fordert, kleine Berufsschulen mit 400 bis 500 Schülern im ländlichen Raum zu erhalten. Sie ermöglichen eine wohnortnahe Ausbildung und unterstützen die Sicherung von Fachkräften, die dringend gebraucht werden.“

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