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Statistik zum Unterrichtsausfall muss ehrlich und nachvollziehbar sein

Zur Meldung des Bildungsministeriums „Unterrichtsausfall an allgemein bildenden Schulen erneut gesunken“ erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Die Behauptung von Bildungsminister Mathias Brodkorb ist gelinde gesagt sehr gewagt. In diesem Halbjahr wurde mehr Stillarbeit von den Schülerinnen und Schülern  geleistet, und es erfolgten mehr Klassenzusammenlegungen. Dies senkt statistisch den Ausfall, obwohl es sich dabei oft um Betreuung und weniger um Unterricht handelt. Durch die anfallenden Vertretungsstunden ist auch die Mehrarbeit der Lehrkräfte gestiegen. Die Vermeidung des Unterrichtsausfalls zu Lasten der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schülerinnen und Schüler ist ebenfalls kein Grund, sich auf die Brust zu klopfen.  

Herr Brodkorb stellt fest, dass Vertretungsunterricht an beruflichen Schulen zu organisieren weitaus anspruchsvoller ist als an allgemein bildenden Schulen. Eine Fachlehrkraft für Elektrotechnik könne unmöglich eine Fachlehrkraft für Kosmetik angemessen vertreten. Diese Einschätzung muss auch für die allgemein bildenden Schulen gelten. Auch hier muss hinterfragt werden, wie viele etwa der ausgefallenen Deutschstunden auch tatsächlich mit Deutschunterricht vertreten worden sind. Dies gilt für alle Fächer. Aber auch dabei ist die Statistik seit Jahren undurchsichtig und unehrlich.  

Wir fordern eine ehrliche, nachvollziehbare Statistik. Es muss ersichtlich sein, welcher Unterricht am häufigsten ausfällt, damit gezielt gegengesteuert werden kann. Alles andere ist Lug und Trug.“ 

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