SPD und CDU verkennen Tätigkeit der Schulsozialarbeiter völlig
Zum Antrag der Koalitionsfraktionen „Schulsozialarbeit in gemeinsamer Verantwortung von Land und Kommunen fortführen“ auf der kommenden Landtagssitzung erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
„Das was SPD und CDU in ihrem Antrag vorschlagen, ist kein gangbarer Weg, sondern ein Weg, der in die Sackgasse führt. Schulsozialarbeiter sind Schulsozialarbeiter und keine Horterzieher. Schulsozialarbeiter sind auch keine Maschinen, die um 12 den Stift fallenlassen, um dann im Hort zu arbeiten. Sie müssen ihre Arbeit sehr zeitintensiv vor- und nachbereiten, Gespräche etwa mit Schülern, Eltern und dem Jugendamt führen. Wer fordert, Schulsozialarbeiter an Horten einzusetzen, weiß weder was diese noch was Horterzieher leisten.
SPD und CDU wollen die derzeitige Not, in die die Schulsozialarbeiter ohne eigenes Verschulden geraten sind, ausnutzen, um sie zu Lückenbüßern zu machen. Damit wird die wichtige Arbeit der Schulsozialarbeiter untergraben.
Es ist eine bodenlose Frechheit zu behaupten, das Landesprogramm für Schulsozialarbeit aus dem ESF sei gesichert. In den vergangenen Jahren wurden die aus dem ESF finanzierten Stellen um 100 zusammengestrichen – die Kreise wurden im Regen stehen gelassen. Um die wichtige Arbeit zu sichern, haben die Kreise auf BuT-Restmittel zurückgegriffen, die jetzt auslaufen.
Meine Fraktion wird auf der kommenden Landtagssitzung beantragen, dass das Land endlich seiner Verantwortung gerecht werden muss. Die Schulsozialarbeit muss als Landesaufgabe endlich auf sichere Beine gestellt und mit ausreichend Stellen ausgestattet werden.“