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Sitzenbleiben ist keine Lösung! Förderung endlich aufstocken!

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Erfüllung der Schulpflicht an den allgemein bildenden Schulen in M-V“ (Drs. 6/4577) erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„M-V liegt bei Klassenwiederholungen weit über dem Bundesdurchschnitt, der nicht einmal 2 Prozent beträgt. In unserem Land bleiben fast doppelt so viele sitzen: Über 4000 Schülerinnen und Schüler wiederholen mindestens eine Klassenstufe. Würden diese Schüler eigenständige Klassen bilden, wären mehr als 300 Lehrkräfte erforderlich, diese zu unterrichten. Dies entspräche zusätzlichen Ausgaben in Höhe von mehr als 20 Mio. Euro jährlich – rund 3 Prozent aller Mittel, die das Land für die Unterrichtsversorgung zur Verfügung stellt. Dies verdeutlicht das ganze Ausmaß der Misere.

Aus Sicht meiner Fraktion ist es wesentlich zielführender vorzusorgen anstatt den Brunnen abzudecken, wenn das Kind bereits hineingefallen ist. Es ist besser, frühzeitig tätig zu werden, anstatt einen Reparaturbetrieb in dieser Größenordnung am Laufen zu halten. Meine Fraktion fordert deshalb eine bessere Ausstattung mit Unterrichtsstunden, die den Schulen für die individuelle Förderung zur Verfügung stehen. So kann Sitzenbleiben vermieden werden. 

Besonders bedenklich ist die hohe Zahl der Sitzenbleiber in der gymnasialen Oberstufe. Hier ließen sich 540 Jugendliche entweder freiwillig zurückstellen oder verpassten tatsächlich den Anschluss. Das ist alarmierend und muss endlich Anlass sein, die gymnasiale Oberstufe zu reformieren, Änderungen im Kurssystem herbeizuführen und über Prüfungsmodalitäten zu diskutieren.“

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