Schulschließungen verhindern – rollierenden Unterricht einführen!
Angesichts der steigenden Zahl von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften in Quarantäne und teilweise geschlossener Schulen fordert die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, einen wochenweise rollierenden Unterricht an Schulen für den Fall stagnierender oder weiter steigender Infektionszahlen:
„Immer mehr Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte befinden sich an immer mehr Schulen in Quarantäne. Für die Schulleitungen wird es zunehmend schwierig, angesichts der geschlossenen Schülergruppen den Unterricht abzusichern. Viele Schülerinnen und Schüler befinden sich bereits im Homeschooling, weil ihre Lehrer krank oder in Quarantäne sind. Es ist wichtig, dass die Schulen weiter geöffnet bleiben und die Kinder und Jugendlichen unterrichtet werden. Müssten sie erneut schließen, wäre der Unterrichtsausfall und der damit verpasste Lernstoff für viele Schülerinnen und Schüler katastrophal.
Aufgrund der angespannten Lage brauchen die Schulen unverzüglich einen Plan B für den Fall, dass die Infektionszahlen nicht geringer werden oder sogar weiter steigen. Wirksam wäre ein rollierender Unterricht der Klassen in den höheren Jahrgangsstufen ab Klasse 6. Die Klassen würden zwischen einer Woche Präsenz- und einer Woche Distanzunterricht wechseln. Unterrichtsstoff kann weiterhin vermittelt werden, und die Verbindung zwischen Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schüler bleibt erhalten. Da mit dieser Maßnahme wesentlich weniger Kinder und Jugendliche in den Schulen präsent wären, würde die Infektionsgefahr dort, aber auch in den Schulbussen deutlich verringert.“