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Schulärztliche Untersuchungen nach wie vor völlig unzureichend

„Der Umgang des Sozialministeriums mit den schulärztlichen Untersuchungen im Land belegt, dass die Landesregierung offenbar nach wie vor nicht darin interessiert ist, die gesetzlichen Vorschriften umzusetzen“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, am Mittwoch am Rande der Fraktionsklausur in Weitin, Stadt Neubrandenburg. „Die Untersuchungen werden immer noch sträflich vernachlässigt.“

Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Simone Oldenburg und der gesundheitspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Karen Stramm, hervorgeht, werden die zahnärztlichen Untersuchungen nach wie vor nicht flächendeckend durchgeführt. Besorgniserregend sei, dass die Landesregierung nicht auf die Fragen der Abgeordneten antwortet. „Falsche und oberflächliche Antworten des Sozialministeriums sind wohl das Ergebnis von Unkenntnis“, so Frau Oldenburg. Offenbare agiere das Sozialministerium bei der Beantwortung der Kleinen Anfrage genauso fahrlässig wie bei der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchung der Viert- und Achtklässler sowie der jährlichen zahnärztlichen Untersuchung der Schülerinnen und Schüler. In Nordwestmecklenburg fanden im Schuljahr 2012/2013 keine zahnärztlichen Untersuchungen statt, im Landkreis Vorpommern-Greifswald kam man seiner gesetzlichen Pflicht nicht einmal zu 50 Prozent nach. 

„Die Antworten sind ausgesprochen dürftig“, sagte auch Frau Stramm. Große Teile des jüngsten Kinder- und Jugendgesundheitsberichts stünden auf tönernen Füßen, da keine ausreichende Datenlage vorliegt. Im Bericht wird dargestellt, dass sich der Gebisszustand der Schülerinnen und Schüler gravierend verbessert hat. „Dies kann man aber nicht schlussfolgern, wenn man lediglich die Hälfte der Kinder und Jugendlichen untersucht. Hier gilt wohl das Motto: ‚Je weniger die Kinder untersucht werden, desto gesünder sind sie‘“, kritisierte Frau Stramm.

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