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Schluss mit Prüfen – Bedeutung der Schulleitungen endlich anerkennen

Zur Ankündigung von Bildungsministerin Birgit Hesse, in dieser Legislaturperiode prüfen zu wollen, wie Schulleitungen entlastet werden können, erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Seit vielen Jahren weigern sich die Bildungsminister des Landes, die Schulleitungen endlich von ihren überbordenden Aufgaben zu entlasten. In den vergangenen zehn Jahren sind Dutzende neue Verantwortlichkeiten hinzugekommen – aber weder hat sich am Gehalt der Schulleiter noch an der  hohen Arbeitsbelastung etwas geändert.

Bereits der ehemalige Minister Mathias Brodkorb hat geprüft und geprüft. Diese Worthülse wird nun auch von der neuen Bildungsministerin übernommen. Auch sie verkennt damit die Aufgaben der Schulleiterinnen und Schulleiter und weiß schlicht nicht, welche besondere Verantwortung diese Frauen und Männer tragen. Meine Fraktion fordert zum wiederholten Male, die Unterrichtsverpflichtung für Schulleiter zu senken, um ihnen damit Zeit für die enormen Verwaltungsaufgaben zu geben. Das Land entledigt sich seiner Aufgaben und stülpt sie den Schulleitungen über – und diese müssen seit Jahren zusehen, wie sie damit klarkommen. Neben der unverzüglichen Absenkung der Unterrichtsverpflichtung muss auch die Stelle eines zweiten stellvertretenden Schulleiters an größeren Schulen eingeführt werden.

Der hohe Krankenstand an den Schulen hat Ursachen. Aber anstatt nach Jahren des Zauderns endlich zu handeln, wird den Schulleitungen wieder vor den Kopf gestoßen. Ich fordere die Ministerin auf zu handeln, statt sich hinter Prüfaufträgen zu verstecken.“

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