Schluss mit dem Herumwursteln – Schulsozialarbeit ist Pflicht des Landes
Zur Lage der Schulsozialarbeit in M-V erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
„Seit unendlich vielen Jahren wird Schulsozialarbeit als Provisorium, die Schulsozialarbeiter eher als Klotz am Bein der Landesregierung behandelt.
SPD und CDU behaupten, um die große Bedeutung der Schulsozialarbeit zu wissen, doch praktisch haben sie diese auf das Abstellgleis geschoben. Die Finanzierung durch die EU oder aus Restmitteln des Bildungs- und Teilhabepaketes zeigt deutlich das Desinteresse der Landesregierung.
Meine Fraktion fordert die Große Koalition auf, die Schulsozialarbeit endlich verbindlich zu regeln. Dazu gehören auch Aussagen darüber, für wie viele Schüler eine Stelle erforderlich ist. Für mehr als 200 bis 250 Schüler darf ein Schulsozialarbeiter nicht verantwortlich sein. Dass selbst derartige Kriterien in M-V nicht existieren, verdeutlicht einmal mehr die Planlosigkeit der neuen, alten Landesregierung.
Die Landesregierung muss umgehend ein Konzept erarbeiten, wie die Schulsozialarbeit dauerhaft und flächendeckend als Landesaufgabe etabliert werden kann. Es muss Schluss sein mit dem Herumwursteln. Befristete Verträge, anhaltende Unsicherheit und eine hohe Arbeitsbelastung der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, ohne die eine Schule kaum noch funktionieren kann, müssen endlich der Vergangenheit angehören.“