Quarantäne -Tohuwabohu geht in die nächste Runde
Zu den neuen Regelungen der Landesregierung, dass Mitglieder der Kernfamilie, die aus Risikogebieten einreisen, nicht in Quarantäne müssen, erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
„Seit heute Nacht ist es nun amtlich: Die Quarantäneregelung gilt nicht für die Kernfamilie. Aber genau die Kinder der Familien, die die Großeltern in Risikogebieten besucht haben, dürfen heute nicht die Schule betreten und nicht am Unterricht teilnehmen. Denn für sie gelten die Vorgaben des Hinweisschreibens des Bildungsministeriums, das vorschreibt, dass Personen aus besonders betroffenen Gebieten nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen dürfen, sich aber unverzüglich 14 Tage in Quarantäne begeben müssen.
Zusammen mit dem Schnellschuss von Minister Glawe aus der vergangenen Nacht bedeutet das nun, dass diese Kinder zwar nicht zur Schule dürfen, aber dennoch nicht in Quarantäne müssen. Sie können also heute Mittag ihre Freunde von der Schule abholen und mit ihnen gemeinsam den Nachmittag verbringen.
Wo ist hier die Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrkräfte? Wo ist hier die Logik, Frau Martin?
Wir fordern das Bildungsministerium auf, hier sofort umsetzbare und nachvollziehbare Regelungen zu schaffen und Sicherheit nicht vorzugaukeln, sondern diese tatsächlich soweit wie möglich zu gewährleisten.“