Personalsituation an den Hochschulen endlich verbessern.
Zu den Forderungen der Landeskonferenz der Studierendenschaften Mecklenburg-Vorpommern (LKS MV) und der GEW heute vor der LPK erklären der hochschulpolitische Sprecher, Dr. Hikmat Al-Sabty, und die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
Al-Sabty: „Die LKS hat Recht, wenn sie fordert, dass die zusätzlichen Mittel v.a. in die Lehramtsausbildung und die angespannte Personalsituation an den Hochschulen und Universitäten fließen müssen. So gibt es etwa zu wenige Erzieherinnen und Erzieher im Land, der Studiengang ‚Early Education‘ an der Hochschule Neubrandenburg muss deshalb ausgebaut werden.
Aber auch bei der Finanzierung der Stellen an den Hochschulen darf nicht weiter gespart werden. Befristete Arbeitsverhältnisse und eine wachsende Anzahl von Lehrbeauftragten in prekären Beschäftigungsverhältnissen kennzeichnen zunehmend die Situation. Der hohe Anteil an Lehrbeauftragten in der Lehre wird von mir schon lange kritisiert. Lehraufträge waren als Ergänzung des Lehrangebotes vorgesehen, inzwischen decken sie aber einen großen Teil der Lehre ab. Meine Fraktion unterstützt auch die Forderung der LKS nach einer angemessenen Höhergruppierung der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Schwerpunkt Lehre an den Fachhochschulen.“
Oldenburg: „Seit Jahren fordern wir ebenso wie die GEW, dass Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer nicht schlechter bezahlt werden dürfen als die Lehrkräfte an Regionalen Schulen oder Gymnasien. Die Arbeit der Grundschullehrkräfte darf nicht länger weniger wert sein als die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen. Auch darf die umfangreiche Arbeit des Personals mit sonderpädagogischer Aufgabenstellung (PmsA) nicht länger mit Teilzeitverträgen unterbewertet werden. Vollbeschäftigung unter Einbeziehung der Vor- und Nachbereitung ist das Gebot der Stunde, um die Kinder mit Förderbedarfen ausreichend zu unterstützen. Gleiches gilt für die Anerkennung des Ganztagsunterrichtes als vollwertigen Unterricht. Jedes Angebot, das für die Schülerinnen und Schüler erforderlich ist, ist ein gutes Angebot. Der Bildungsminister ist aufgefordert, die Einteilung in Unterricht erster und zweiter Klasse zu beenden und gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu gewähren.“