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Niederdeutsch von Anfang an – Grundlagen schaffen!

Zur heutigen Vorstellung des neuen Landesbeauftragten für Niederdeutsch durch Bildungsministerin Birgit Hesse erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Wir beglückwünschen Herrn Mathias Hoffmann und hoffen, dass das Hack und Plück in der niederdeutschen Sprache in M-V endlich beendet wird.

Derzeit fehlt es an einem aktuellen Rahmenplan, an Lehrbüchern und nicht zuletzt schlicht an Lehrkräften. An den Schulen des Landes gibt es nur noch etwa 60 Lehrerinnen und Lehrer, die die Ausbildung für das Fach Niederdeutsch haben. Damit ist nun wirklich kein Blumentopf zu gewinnen. Wenn Niederdeutsch wirklich wieder mehr Eingang in den Unterricht finden soll, müssen zuerst die Grundlagen gelegt werden.

Der Spracherwerb muss in der Grundschule beginnen. Hier ist Niederdeutsch allerdings nur im Rahmen des sogenannten Ersatzfaches bzw. Neigungsunterrichts das fünfte Rad am Wagen. Ich fordere die Bildungsministerin auf, erst die Rahmenbedingungen für den Anfangsunterricht zu legen, bevor nach den Sternen gegriffen wird. Ob es überhaupt ein Abiturfach werden kann, entscheidet nicht Mecklenburg-Vorpommern, sondern die Kultusministerkonferenz. An der Zulassung des Faches Niederdeutsch als Abiturfach habe ich erhebliche Zweifel.“

 

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