Neustart der Schulen offenbart die katastrophale Lehrkräftesituation
Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Lehrkräfte im Schuldienst“ (Drs.: 7/4649) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
„Die Corona-Krise und der anstehende Schulstart verdeutlichen einmal mehr die katastrophale Personalsituation bei den Lehrkräften im Land.
Seit Jahren hat die Landesregierung auch bei diesem Thema den Kopf in den Sand gesteckt. Dreiviertel aller Lehrerinnen und Lehrer sind 50 Jahre und älter. Und wenn am kommenden Montag die Schulen wieder starten, wird jede fünfte Lehrkraft fehlen, denn fast 20 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind 60 Jahre und älter. Sie zählen damit per se zur Risikogruppe und dürfen nicht an die Schulen.
Die Corona-Krise und ihre Folgen bringen Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte in eine schwierige, komplizierte Lage. Zum Schuljahresende und in den Prüfungszeiten werden Wechsel von Lehrkräften für die Schülerinnen und Schüler unvermeidbar sein. Deswegen muss besonders darauf geachtet werden, die Kinder und Jugendlichen nicht zu überfordern, niemanden zu benachteiligen oder gar zurückzulassen.
Wir erwarten von der Bildungsministerin, dass sie alle Beteiligten an den Schulen bestmöglich unterstützt und Pläne entwickelt werden, wie die verbleibenden Lehrkräfte eingesetzt werden können, ohne diese zu stark zu belasten und zu verheizen.“