Linksfraktion fordert kostenlose Besuche der Gedenkstätten und des Landtags
Die Mitglieder sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Linksfraktion haben sich am ersten Tag ihrer zweitägigen Klausur in Banzkow auf die innere Arbeitsstruktur der Fraktion verständigt und erste Schlussfolgerungen aus der Niederlage der Landtagswahlen gezogen. Dazu erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
"Wir haben uns auf das Fachsprecher-Prinzip verständigt, d.h. welcher Abgeordnete und welche Abgeordnete künftig für welchen politischen Schwerpunkt verantwortlich ist. Ausgehend von der Wahlanalyse der Universität Rostock kristallisieren sich unsere Schwerpunkte deutlich heraus. Es sind dies soziale Gerechtigkeit, Familie und Bildung. Die Diskussion zeigte, dass wir künftig viel deutlicher sagen müssen, was wir unter sozialer Gerechtigkeit verstehen, was sie aus unserer Sicht für die einzelnen Politikfelder bedeutet. Wir müssen weg vom Abstrakten zum Konkreten, weg vom Papier zur Aktion.
Als erste konkrete Schlussfolgerung aus dem Wahlergebnis muss aus Sicht der Linksfraktion die politische Bildung und dasDemokratieverständnis, besonders bei Kindern und Jugendlichen gestärkt werden. Deshalb fordern wir, dass die Besuche von Mahn- und Gedenkstätten, des Landtages sowie der Kommunalvertretungen gänzlich kostenfrei sein müssen. Bislang besteht kein Anspruch auf Förderung solcher Fahrten. Ein solcher Anspruch muss im Schulgesetzt verankert werden, denn es ist ein Unding, dass es Schülerinnen und Schüler gibt, die niemals die Orte der Geschichte und Demokratiebildung besucht haben.
Darüber hinaus ist es erforderlich, dass das Bildungsministerium ein Konzept entwickelt, das für alle Jahrgangsstufen verbindlichfestschreibt, welche Formen der politischen Bildung für die Kinder und Jugendlichen möglich sind."