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Kinder beim Erlernen der deutschen Sprache ausreichend unterstützen

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen in MV“ (Drs. 6/3514) erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Wie aus der Antwort hervorgeht, werden Kinder mit Migrationshintergrund, die nicht an den sogenannten Standortschulen unterrichtet werden, viel zu wenig gefördert. Über 50 Prozent der Kinder erhalten nicht einmal eine Stunde pro Woche Deutschunterricht! Das ist inakzeptabel. 

Alle Kinder brauchen aber einen Intensivkurs, damit sie in einem überschaubaren Zeitraum die Grundlagen der deutschen Sprache erlernen können. Nach einem Deutsch-Intensivkurs können sie so vorbereitet in die wohnortnahe Schule eingegliedert werden. Dort brauchen sie weiterhin Förderung und Begleitung, die mindestens fünf Wochenstunden pro Kind betragen muss. Dies ist erforderlich, damit die Kinder dem Unterricht folgen und die Schule erfolgreich absolvieren können. Aus unserer Sicht gehört es zu einer tatsächlichen Willkommenskultur zwingend dazu, die Kinder zu unterstützen, die deutsche Sprache als Voraussetzung für ein gelingendes Lernen, aber auch für Spiel und Freizeit zu erlernen.  

Die dezentrale Unterbringung von Migrantinnen und Migranten darf nicht dazu führen, dass Kinder in ihrer sprachlichen Förderung benachteiligt werden. Der Umfang der Förderung an den Schulen, an denen die Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache die deutsche Sprache lernen, muss zumindest das gleiche Niveau haben wie an den Standortschulen.“

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