Keine Sparvariante – Jugendliche bestmöglich auf Berufsreife vorbereiten
Zur heutigen Pressekonferenz von Bildungsminister Mathias Brodkorb zum Thema „Weniger Schulabgänger ohne Berufsreife in MV“ erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
„Zwar ist es richtig, dass im vergangenen Schuljahr im Vergleich zum Vorjahr weniger Jugendliche die Schule ohne anerkannten Abschluss, d.h. ohne Berufsreife verlassen haben. Allerdings waren es im Schuljahr 2013/14 mehr Schülerinnen und Schüler, die im Vergleich zum Schuljahr 2012/13 die Schule ohne jeglichen Abschluss verlassen haben.
Das Jonglieren des Bildungsministers mit Begrifflichkeiten basiert auf der Tatsache, dass an den Förderschulen das 10. Freiwillige Schuljahr eingeführt wurde, in dem etwa 400 Jugendliche den Abschluss der Berufsreife erwerben können. Aber hier offenbaren sich Strickfehler im System. Es reicht eben nicht aus, ein Schuljahr oben drauf zu packen.
Um allen Kindern einen guten Abschluss zu ermöglichen, ist eine frühzeitige und langfristige Vorbereitung erforderlich. Ab der 7. Klasse müssen die Kinder kontinuierlich auch an den Förderschulen auf ihren Abschluss vorbereitet werden. Diese sogenannten Vorlaufklassen haben sich bewährt, aber diese spart der Minister ein.“