Skip to main content

Jeder fünfte Schüler mit erheblichen Leseschwächen

Zur heute vorgestellten Kompetenzstudie "IQB-Bildungstrend 2015" der Kultusministerkonferenz (KMK). 

„Die Verbesserungen im Bereich der Orthographie sind erfreulich und auch ein Beweis des täglichen Engagement der Lehrkräfte in den Schulen unseres Landes. Trotzdem dürfen die Ergebnisse darüber hinwegtäuschen, dass  jeder fünfte Schüler nicht die Mindeststandards im Bereich des Lesens erreicht hat. Eine zusätzliche Lesestunde in den Klassen drei und vier sollte daher wieder eingeführt werden“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg.

Solange M-V den Schülern, die Schwierigkeiten beim Lernen haben, nur neun Jahre für den Schulabschluss Zeit gibt, solange wird Mecklenburg-Vorpommern vergeblich auf sehr gute Ergebnisse warten.

Oldenburg warnt vor einem "Bildungsschnelldurchlauf" und fordert, dass die Kinder und Jugendlichen mehr Zeit zum Üben und Festigen erhalten. „Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass wir in der Grundschule 10 Wochenstunden weniger Unterricht anbieten als der Bildungsgewinner Bayern.

Wir vergeuden das Potential der Schülerinnen und Schüler gerade in der Grundschulzeit. Die Kinder kommen hochmotiviert in die Schule und wir versuchen, ihren Wissensdurst gerade einmal mit 4 Unterrichtsstunden täglich zu stillen“, so Oldenburg abschließend.

Zurück zum Kopf der Seite