Jahr der Krise nutzen, um Kopfnoten abzuschaffen
Aus Sicht der Vorsitzenden und bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, müssen die Kopfnoten an den Schulen des Landes endlich abgeschafft werden:
„Der Wiedereinstieg in den Schulalltag sollte in diesem Jahr genutzt werden, die Kopfnoten endlich wieder abzuschaffen. Sie stammen aus der pädagogischen Mottenkiste von vor hundert Jahren und dahin sollten sie auch wieder verbannt werden.
Bereits vor der Corona-Krise gab es keinerlei objektive Maßstäbe, Fleiß, Zuverlässigkeit, Umgangsformen oder Teamfähigkeit zu benoten. Dies gilt umso mehr in einer Zeit, in der die Kinder über Wochen auf sich gestellt mit den Eltern den Unterricht bewältigen müssen. Zudem hat die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens für die Schüler keinen erkennbaren Sinn und sie ist für die Lehrkräfte unnötiger Ballast.
Kopfnoten berücksichtigen nicht, dass sich Schülerinnen und Schüler noch entwickeln. Viele Bundesländer haben die Kopfnoten zu Recht wieder von den Zeugnissen gestrichen.
Meine Fraktion fordert Gespräche mit den Eltern im Beisein der Schülerinnen und Schüler über die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. In diesen Gesprächen können Ziele erarbeitet werden, die für die Schülerinnen und Schüler wegweisend und wichtig sind, um erfolgreich und ohne noch zusätzlichen Druck die Schulzeit zu verbringen.“