Gelungener Schulstart – selbstverständlich und kein Grund zum Selbstlob
Zur Aktuellen Stunde „Erfolgreicher Schulstart 2014/2015“, von der SPD-Fraktion auf die Tagesordnung gesetzt, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
„Die SPD-Fraktion hat heute eine Selbstverständlichkeit zur Diskussion gestellt. Selbstverständlich beginnt jedes Jahr im August ein neues Schuljahr und selbstverständlich sollten Schulen über Planungssicherheit verfügen, und selbstverständlich sollten Lehrkräfte in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Aber zu derartigem Selbstlob, wie es heute die SPD zelebriert hat, besteht wahrlich kein Grund. Es sind bei diesem Schulstart einige Verbesserungen eingetreten, aber insgesamt gibt es im Bildungsbereich noch viel zu viele Baustellen.
Nach wie vor besteht die große Ungerechtigkeit, dass Grundschullehrkräfte schlechter bezahlt werden als die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen. Erst wenn Schluss ist mit dem Prinzip ‚Kleines Geld für kleine Kinder, Großes Geld für große Kinder‘, haben wir die Chance auf gelungene Bildung. Noch immer sind rund100 Lehrerstellen und viele Schulleiterstellen nicht besetzt. Diese zu besetzen, ist eine weitere Voraussetzung für gelungene Bildung. Und eine ganz wesentliche Voraussetzung ist auch, dass an den Schulen weitaus weniger Unterrichtsstunden ausfallen.
Erst wenn kein Kind mehr zurückgelassen wird, wenn Schülerinnen und Schüler eine Förderung erhalten, die ihnen einen erfolgreichen Bildungsweg ermöglicht, dann haben wir gelungene Bildung. Erst wenn die Zahl der Schulabbrecherinnen und -abbrecher deutlich gesenkt ist, dann haben wir gelungene Bildung. Und erst wenn es möglichst allen Jugendlichen gelingt, den Übergang von der Schule zum Beruf zu meistern, haben wir gelungene Bildung.“