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Gedenken an die Opfer – Mahnung für Gegenwart und Zukunft

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Am 27. Januar vor 72 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Dieser Tag wurde Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Besonders an diesem Tag erinnern wir an die vielen Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihrer Rechte beraubt, verfolgt, gefoltert und ermordet wurden. Dem systematischen Morden des verbrecherischen Regimes fielen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politisch Andersdenkende, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung und viele andere Menschen zum Opfer. Wir dürfen diese Menschen und ihr unermessliches Leid nicht vergessen. Wir dürfen die Gräueltaten des Faschismus nie vergessen.  

Der Holocaust-Gedenktag muss uns auch Mahnung für die Gegenwart und die Zukunft sein. Dies ist in Zeiten, in denen gewählte Parlamentarier sich hinstellen und voller Verachtung über die Opfer des Nationalsozialismus sprechen und diese verhöhnen, wichtiger denn je. Dies ist in Zeiten, in denen geistige Brandstifter ihr Unwesen treiben, Zwietracht und Hass sähen, wichtiger denn je.  

Wir dürfen nicht zulassen, dass Ideologie und Sprache der Nationalsozialisten wieder salonfähig werden. Wir dürfen nicht aufhören, deutlich zu machen: Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern sind bunt, weltoffen und tolerant. Alle Demokratinnen und Demokraten sind gefordert, sich tagtäglich für eine freie, demokratische, menschliche und solidarische Gesellschaft einzusetzen. Dazu gehören insbesondere Aufklärung und Bildung als beste Präventionsstrategie gegen Intoleranz und Hass. Deshalb fordern wir heute erneut, dass die Fahrten von Schülerinnen und Schülern zu Mahn- und Gedenkstätten und anderen Orten der politischen Bildung kostenfrei sein müssen.“

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