Für bestmögliche Lernbedingungen der Kinder Inklusionsbeirat einberufen
Zu den Aussagen von Bildungsministerin Birgit Hesse, wonach Inklusion Grenzen habe und geprüft werde, gesonderte Klassen für besonders verhaltensauffällige Kinder zu bilden, erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:
„Die Inklusionsstrategie, die die Fraktionen von SPD, CDU und der Linken in einem sehr intensiven und langwierigen Prozess erarbeitet und im Frühjahr dieses Jahres im Landtag verabschiedet haben, beinhaltet genau die Aspekte, die von der Ministerin jetzt als Neuerung dargestellt werden.
Alle am Prozess Beteiligten waren sich einig, einen Inklusionsfahrplan mit Augenmaß und auf Sicht zu erarbeiten. Es wird weiterhin Schulen geben, in denen Kinder mit schweren Hör- und Sehbeeinträchtigungen, körperlichen Behinderungen und mit geistigen Beeinträchtigungen lernen und gefördert werden.
Auch die bestehenden Klassen für Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten werden nicht geschlossen, sondern flächendeckend ausgebaut. Darüber hinaus werden im gesamten Land eigenständige Bildungsgänge ab der Jahrgangsstufe fünf errichtet. So gewährleisten wir, dass weder Kinder noch Eltern oder Lehrkräfte weiterhin überfordert sind.
Auch um mehr Transparenz zu gewährleisten, ist es notwendig, unverzüglich den Inklusionsbeirat einzuberufen, in dem auch Vertreter der Eltern mitarbeiten. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, um den Kindern bestmögliche Lernbedingungen zu ermöglichen.“