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Fehlender Schwimmunterricht – Land muss Programm auflegen

Zum Artikel „Jeder sechste Grundschüler kann nicht schwimmen“ in der heutigen Ausgabe des Nordkuriers erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

 

 

„Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass schätzungsweise rund ein Drittel der Zehn- bis Zwölfjährigen in MV nicht schwimmen kann und damit letztendlich deren Gesundheit oder gar Leben gefährdet ist. Vor diesem Hintergrund ist es unverantwortlich, dass an über 40 Grundschulen kein Schwimmunterricht durchgeführt wird, obwohl er Teil des Sportunterrichts ist. Das hat vielfältige Ursachen, die unverzüglich beseitigt werden müssen. Dazu zählen Probleme bei der Beförderung der Schülerinnen und Schüler zu den oft weit entfernten Schwimmbädern, denn die Schulträger können die Kosten dafür nicht allein schultern. Darüber hinaus stehen zu wenig Rettungsschwimmer zur Verfügung.

 

 

Das Land muss mit einem Landesprogramm dafür sorgen, dass jedes Kind schwimmen lernen kann. Ein solches Programm muss auch die Fahrtkosten und Nutzungsgebühren praktikabel regeln. Wie soll etwa der Landkreis Nordwestmecklenburg die Gebühren für die Benutzung der Wismarer Schwimmhalle aufbringen, die von 60 Euro pro Stunde Bahnnutzung auf  über 200 Euro gestiegen sind? Wir fordern für alle Kinder in der 3. Klasse Schwimmunterricht und einen Festigungskurs in einer späteren Jahrgangsstufe.“

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