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Beruf des Lehrers in M-V unattraktiv – Wer wird die Kinder unterrichten?

Laut Lehrerbedarfsprognose des Bildungsministeriums geht bis 2030 die Hälfte der Lehrkräfte in die Altersrente. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Die 7000 Lehrkräfte, die in den kommenden 15 Jahren in die verdiente Rente gehen, reißen hauptsächlich eine Lücke in die Unterrichtsversorgung an Regionalen Schulen, denn das Gros von ihnen arbeitet an dieser Schulart. Das Bildungsministerium plant offenbar keine Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen, um den Beruf in M-V attraktiver zu machen. Der Personalbestand wurde lediglich auf Basis der bestehenden Bedingungen fortgeschrieben. Damit wird es keine Erleichterungen geben, etwa durch Altersteilzeitmodelle oder eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung in den kommenden Jahren. 

Wenn wir wollen, dass die Kinder und Jugendlichen auch künftig unterrichtet werden, müssen wir aber das Berufsbild deutlich attraktiver machen! Mittelfristig muss eine Absenkung der Unterrichtsverpflichtung erfolgen, wenn M-V die Gesundheit der Lehrkräfte erhalten und neue Lehrkräfte gewinnen will. Ansonsten werden die 2500 Lehrkräfte, die in den kommenden 5 Jahren dringend benötigt werden, nicht den Weg nach M-V finden oder hier bleiben.

 

Besonders große Lücken klaffen in den naturwissenschaftlichen Fächern, in denen allein 700 Lehrerinnen und Lehrer gefunden werden müssen.

Die gleiche Anzahl von Lehrkräften für die Fächer Deutsch und Englisch werden in absehbarer Zeit gebraucht, um die Schülerinnen und Schüler qualifiziert und fachspezifisch zu unterrichten. An den beruflichen Schulen ist der Lehrerbedarf besonders akut. Hier werden bereits in den kommenden 5 Jahren ein Drittel Lehrer aus dem Schuldienst ausscheiden. Alarmierend ist der Bedarf im Bereich der Gesundheits- und Altenpflege. 

Die Linksfraktion fordert den Bildungsminister auf, die grundständige Lehrerbildung gerade für berufliche Schulen in M-V aufzubauen. Eine Chance, die Bedarfe zumindest annähernd abzudecken, wäre eine Kooperation für die Berufsschullehrerausbildung mit anderen norddeutschen Ländern.“

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