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Behandlung griechischer Arbeiter durch Oldenburger Unternehmen ist menschenverachtend – Gesetz gegen den Missbrauch von Werkverträgen muss schneller kommen als geplant

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern Helmut Holter und die stellvertretende Vorsitzende Simone Oldenburg zeigten sich nach ihrem heutigen Besuch der griechischen Arbeiter in Beckerwitz, Landkreis Nordwestmecklenburg, schockiert über die menschenverachtenden Methoden des Unternehmens, welches die Arbeiter angeheuert hatte.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern Helmut Holter und die stellvertretende Vorsitzende Simone Oldenburg zeigten sich nach ihrem heutigen Besuch der griechischen Arbeiter in Beckerwitz, Landkreis Nordwestmecklenburg, schockiert über die menschenverachtenden Methoden des Unternehmens, welches die Arbeiter angeheuert hatte. Der Lohn für die erbrachten Leistungen wurde für einige Kollegen seit drei Monaten nicht gezahlt. Bis zur letzten Woche waren die griechischen Arbeiter auf sich allein gestellt und lebten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Erst nachdem sich der DGB eingeschaltet hatte, konnte eine bessere Unterkunft gefunden werden. Neben den Lohnforderungen geht es auch um alltägliche Fragen, wie etwa die Versorgung mit Dingen des alltäglichen Bedarfs und die medizinische Betreuung.

Helmut Holter appelliert an die beteiligten Unternehmen, schnell die Lohnforderungen zu erfüllen. „Das betreffende Unternehmen aus Oldenburg muss die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.“, so Holter. Es sei zu begrüßen, dass die Staatsanwaltschaft mit Hochdruck an diesem Fall arbeitet.

Simone Oldenburg erwartet von allen staatlichen Stellen, unbürokratisch jegliche Unterstützung zu ermöglichen. „Es ist wichtig und notwendig, dass die griechischen Arbeiter in der Zeit des Wartens auf ihren Lohn ein menschenwürdiges Leben führen können.“, erklärte sie.

Eine Ursache für den Betrug sieht Helmut Holter in den Werkverträgen. Diese würden eiskalt missbraucht werden, um mit krimineller Energie Menschen auszunutzen und um ihren Lohn zu betrügen. „Ich fordere die Landesregierung auf, sich aktiv und konsequent für eine bessere Kontrolle von Werkverträgen einzusetzen und ihren Missbrauch zu bekämpfen.“, sagte Holter. Die Gesetzesinitiative der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles komme, wie der aktuelle Fall in Mecklenburg-Vorpommern zeigt, 2015 viel zu spät. „Der Ministerpräsident Erwin Sellering und die Landesarbeitsministerin Birgit Hesse müssen sich in der SPD und bei der Bundesregierung dafür einsetzen, dass das geplante Gesetz zur Einschränkung des Missbrauchs von Werkverträgen schneller als geplant verabschiedet wird.“, fordert Helmut Holter abschließend.

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