Anzahl der Diagnostik-Fachkräfte muss verdoppelt werden
Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, begrüßt, dass nun endlich das seit fast einem Jahr angekündigte Handbuch für die sonderpädagogische Förderdiagnostik erschienen ist. „Es ist gut, dass bereits seit geraumer Zeit nach den darin beschriebenen Verfahren gearbeitet wird, denn es ist erstrebenswert, dass Testverfahren einheitlich gehandhabt werden und damit auch die Ergebnisse vergleichbar sind“, erklärte Frau Oldenburg am Dienstag.
Aus Sicht von Frau Oldenburg sei die Anzahl der im Land tätigen Diagnostikerinnen und Diagnostiker allerdings bedenklich niedrig. „Bei einer Förderquote von 11 Prozent der Schülerinnen und Schüler muss das Land schnellstens die Anzahl dieser Fachkräfte verdoppeln, um zeitnah und gezielt Unterstützung leisten zu können“, sagte sie. Daran ändere auch das Förderbudget der Schulen nichts, basiere dieses doch auf der Anzahl der Kinder mit Förderbedarfen aus dem vergangene Schuljahr. „Neu diagnostizierte Schülerinnen und Schüler, die lange auf den Bescheid des Antrages warten mussten, sind in diesem Budget nicht enthalten“, so Frau Oldenburg.