Alle Schulen müssen vom Gesundheitsmanagement profitieren können
Nach Ansicht der bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, ist das heute vorgestellte erste Lehrergesundheitsprogramm in MV überfällig. „Zehn Jahre hat es gedauert, bis jetzt endlich das gesetzlich vorgeschriebene ‚Betriebliche Wiedereingliederungsmanagement‘ auch in MV umgesetzt wird“, erklärte Frau Oldenburg am Dienstag in Schwerin. „Dieser Zeitverzug war höchst fahrlässig und gesetzeswidrig. Es besteht deshalb wahrlich kein Grund, sich diesen Teil des nun vorliegenden Programms als Erfolg an die Brust zu heften.“
Die Maßnahmen, die sich endlich der Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer widmen, seien selbstverständlich zu begrüßen. „Allerdings können und dürfen die 32 Schulen, die sich für das Gesundheitsmanagement beworben haben, nur ein Anfang sein, denn in MV gibt es über 500 öffentliche Schulen“, sagte Frau Oldenburg. Alle Schulen müssten von dem Gesundheitsmanagement profitieren, damit es flächendeckend und nachhaltig wirken kann. Darüber hinaus fehlten in dem Programm die angekündigten speziellen Angebote für ältere Lehrkräfte.
Bei der anspruchsvollen Tätigkeit und zunehmenden Belastung der Lehrkräfte müsse das Augenmerk noch stärker auf den Arbeitsschutz und das Gesundheitsmanagement gelenkt werden. „Dabei müssen die spezifischen Krankheitsbilder der Beschäftigten berücksichtigt werden, die verstärkt von langfristigen und vor allem psychischen Erkrankungen betroffen sind“, so Frau Oldenburg. „Es ist dringend erforderlich, in diesem Bereich vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.“