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Alarmierende Leistungsdefizite in Mathematik und Deutsch

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Ergebnisse der Vergleichsarbeiten der Schülerinnen und Schüler in den Fächern Mathematik und Deutsch in der dritten Jahrgangsstufe sowie in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch in der sechsten und achten Jahrgangsstufe an den allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern im Schuljahr 2014/2015“ (Drs. 6/4663) erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:     

 

„Die Vergleichsarbeiten in den 3./6. und 8. Jahrgangsstufen aus dem vergangenen Schuljahr verdeutlichen den zwingenden Handlungsbedarf bei der Bildung der Kinder dieses Landes. Jede zweite Schülerin bzw. jeder zweite Schüler erreicht in der dritten Jahrgangstufe nicht die Regelstandards in Mathematik und fast genauso viele Kinder haben große Lücken in der Sprache sowie dem Sprachgebrauch. Grundrechenarten sowie grammatikalische und orthografische Grundkenntnisse sind lediglich lückenhaft vorhanden. 

Im Fach Deutsch bleiben in der 8. Jahrgangstufe fast 40 Prozent unter dem überprüften Regelstandard. Diese Schülerinnen und Schüler sind nicht im geforderten Maße in der Lage, aus Texten wichtige Informationen zu erkennen oder zusammenhängende Texte zu formulieren. Jede vierte Schülerin bzw. jeder vierte Schüler kann nur lückenhaft Sätze bilden, ihnen fehlt die Kommunikationsfähigkeit und sie können Texte nicht logisch aufbauen. 

In der 8. Klasse liegt mehr als jede dritte Schülerin bzw. jeder dritter Schüler unter den geforderten Regelkenntnissen. So haben diese Jugendlichen große Schwierigkeiten, Probleme mathematisch zu lösen oder mathematisch zu argumentieren.   

Die aufgezeigten Defizite werden in der Tendenz nicht geringer. Die Lücken werden nicht geschlossen, denn der Anteil der Kinder mit den festgestellten Mängeln bleibt von Jahr zu Jahr gleich. Bildungsminister Brodkorb geht dennoch offenbar davon aus, dass sich die Mängel in der darauffolgenden Jahrgangsstufe erledigen oder wie von Geisterhand allein verschwinden. Das werden sie nicht! Die Kinder brauchen mehr Unterricht, der Stundenausfall muss reduziert werden. Bessere individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler ist das A und O.“ 

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