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Zustände an Berufsschulen gleichen denen auf sinkendem Schiff

Nach Ansicht der bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Betriebe im Land über fehlende Kenntnisse und Fähigkeiten, eine mangelhafte Ausbildungsreife der Lehrlinge beschweren. 

„Die Zustände an den Beruflichen Schulen des Landes gleichen denen auf einem sinkenden Schiff“, erklärte Frau Oldenburg am Freitag. Die Lehrerinnen und Lehrer versuchten in 22 Stunden Teilzeitarbeit zu retten, was ihnen möglich ist. „Es ist dem Engagement, dem persönlichen Anspruch der Lehrkräfte zu verdanken, dass dieses System noch nicht untergegangen ist.“ 

Nach Angaben von Frau Oldenburg sind Berufsgruppenklassen von 32 bis 35 Schülerinnen und Schülern Realität an den Beruflichen Schulen. „Hier wird ohne zusätzliche Stunden, ohne zusätzliche Ausbildung versucht, Inklusion zu praktizieren“, sagte sie. Mehrere Berufe eines Berufsfeldes sowie unterschiedliche Abschlussarten würden in den Megaklassen unterrichtet. „Da sitzt der Fachhelfer-Azubi neben dem Mehrfachabbrecher und dieser wiederum teilt sich die Schulbank mit dem Abiturienten. Die Lehrerinnen und Lehrer sind zugleich Organisatoren und Dompteure.“ 

Unter solchen Umständen sei eine erfolgreiche Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer kaum zu leisten. „An den Berufsschulen muss eine ausreichende Unterrichtsversorgung gewährleistet sein, die es den Lehrkräften ermöglicht, den KMK-Lehrplänen entsprechend zu unterrichten und den anfallenden Unterrichtsausfall abzufedern“, betonte Frau Oldenburg. Sie kündigte für die kommende Landtagsitzung einen entsprechenden Antrag ihrer Fraktion an.