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Wie viel Platz braucht ein Schüler? Raumprogramm erarbeiten

Vor dem Hintergrund, dass gegenwärtig und in den kommenden Jahren umfängliche Schulsanierungen im Land anstehen, fordert die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, von der Landesregierung, unverzüglich ein Raumprogramm für Schulen zu erarbeiten. 

„Das Land muss handeln, denn gegenwärtig werden Schulträger damit allein gelassen, ihre Schule als gute Lernorte zu gestalten und zu erhalten. Seit 2003 gibt es die Schulbau-Richtlinie des Landes nicht mehr, dennoch werden die in der Anlage formulierten Flächenvorgaben für Klassen- und andere Räume, aber auch Mindestflächen für Schülerarbeitsplätze als Grundlage bei Neu- und Umbauten genommen“, so Frau Oldenburg. Diese Vorgaben aus dem Jahr 1997 seien längst nicht mehr zeitgemäß. „Die Schulträger brauchen Empfehlungen, die den heutigen Anforderungen entsprechen“, betonte Frau Oldenburg. 

Schule müsse als Raum zum Leben und Lernen begriffen werden, sowohl Unterrichtsinhalte als auch -konzepte hätten sich geändert. „Frontalunterricht war gestern, heute wird Unterricht vielseitiger gestaltet, etwa in kleinen Gruppen und wesentlich lebendiger“, so Frau Oldenburg. Darüber hinaus ergäben sich aus dem ganztägigen und gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Förderbedarfe ganz neue bauliche und räumliche Bedarfe. 

Bei der Erarbeitung eines Raumprogramms müsse das Rad nicht neu erfunden werden. „Es existieren in anderen Bundesländern längst Musterprogramme für die verschiedenen Schulformen, -profile und Unterrichtsansätze, die Gestaltung zulassen und an konkrete Gegebenheiten angepasst werden können“, so Frau Oldenburg. „Das bedeutet auch, dass bei den nicht zu ändernden räumlichen Gegebenheiten in denkmalgeschützten Schulen zusätzliche Klassen gebildet werden müssen, wenn die Räume zu klein sind.“