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Wer Zentralabitur will, muss vergleichbare Lernbedingungen schaffen

Zur Forderung des Arbeitgeberpräsidenten Ingo Kramer und der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns nach einem Zentralabitur erklärt die bildungspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg:

Wer sich in der Bildung auskennt, kann gegenwärtig kein Zentralabitur fordern. Bei einer derartigen Forderung werden zahlreiche Mängel der Bildungspolitik ignoriert und man gaukelt vor, dass die Unterrichtsbedingungen, die Anzahl der Stunden, die Lehrplaninhalte gleich und vergleichbar wären. Wer zentrale Prüfungen fordert, muss erstmal grundständige Lernbedingungen schaffen.In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwischen Grevesmühlen und Gadebusch oder zwischen Stralsund und Bergen keine gleichen Lernbedingungen.

Zu den unterschiedlichen Rahmenbedingungen kommen in unserem Bundesland noch der enorme Lehrermangel, die unkoordinierte Fortbildung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern, der enorme Unterrichtsausfall sowie die dramatische Anzahl von Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern hinzu. Selbst bei einem Zentralabitur müssen auch an den Schularten vergleichbare Lernbedingungen herrschen, die die Schülerinnen und Schüler auf die Hochschulreife vorbereiten und das sind dann die Regionalen Schulen sowie die Gesamtschulen. Auch hier gibt es alles Mögliche, nur keine gleichen oder vergleichbaren Bedingungen.

Derartige Forderungen lassen erkennen, dass man entweder die Augen vor der Realität verschließt oder diese nicht kennt.