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Wer einmal weg ist, kommt nicht wieder – Berufsausbildung erweitern

Zur stetigen Zunahme der Berufsausbildung in Fachklassen in Mecklenburg- erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„In Mecklenburg-Vorpommern wird nicht einmal die Hälfte aller möglichen Berufe ausgebildet. Von 326 Ausbildungsberufen kann man sage und schreibe nur 143 erlernen. Erschwerend kommt hinzu, dass von diesen geringen Ausbildungsmöglichkeiten 71 Berufe lediglich in Landes- und Bezirksfachklassen erlernt werden können.

So muss ein Tischlerlehrling aus Garz auf Rügen fast drei Stunden nach Wolgast zur zuständigen Berufsschule fahren. Die Fahrt einer Auszubildenden im Hotel-und Gaststättenbereich von Klütz zur Berufsschule nach Waren dauert mehr als drei Stunden.

Von diesem Missstand war im Schuljahr 2017/2018 jede fünfte Berufsschülerin bzw. jeder fünfte Berufsschüler betroffen. Sie mussten lange Fahrtwege und hohe Kosten in Kauf nehmen und waren entsprechend belastet. 

Wenn Mecklenburg-Vorpommern ernsthaft den Fachkräftemangel zumindest eindämmen will, ist es erforderlich, umgehend die Berufsausbildung zu erweitern und in Wohnortnähe der Jugendlichen vorzuhalten. Damit wird gleichzeitig der ländliche Raum gestärkt und ein weiteres Sterben auf Raten der Dörfer und kleinen Städte verhindert. Wer gezwungen ist, seinen Berufswunsch in einem anderen Bundesland zu erfüllen, der kommt in der Regel nicht wieder.“