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Verordnete Bildungskürzung muss zurückgenommen werden!

Nach Ansicht der bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, muss an den Schulen des Landes wieder ein Unterricht ermöglicht werden, der Bildung auch tatsächlich zulässt. 

„Um Geld zu sparen, wurde 2009 die sogenannte Kontingentstundentafel eingeführt, wonach die Schulen selbst über die Verteilung der geringeren  Unterrichtsstunden entscheiden oder ob sie epochal oder ganzjährig unterrichten“, erklärte Frau Oldenburg am Dienstag. „Das ist verordnete Bildungskürzung, denn durch diese Regelung reduziert sich der Unterricht enorm.“ So fehlten den Schülerinnen und Schülern jeweils fünf bis sechs Stunden Mathematik, Deutsch und Englisch in den Jahrgangsstufen sieben bis zehn. „Bis 2009 waren die Stundenumfänge in diesen Fächern wesentlich höher“, sagte Frau Oldenburg. Die derzeitige Praxis verhindere nicht nur eine umfassende Bildung in den Kernkompetenzen, sondern darüber hinaus auch eine bundesweite Vergleichbarkeit der Leistungen und Abschlüsse. 

„Die Kultusminister der Länder wollen einheitlichere und damit vergleichbare Abschlüsse zwischen den Bundesländern“, so Frau Oldenburg. In MV ließen sich nicht einmal die Leistungen von Stralsund und Bergen vergleichen, weil in jeder Schule die Kontingentstundentafel anders umgesetzt werde. Nichts sei koordiniert, nichts sei vergleichbar. „Die unsinnige Kontingentstundentafel hat auch Folgen für Familien, die innerhalb des Landes umziehen“, sagte Frau Oldenburg. Die Schwierigkeiten für die Kinder bei einem Schulwechsel seien riesig und schwer zu schultern. „Die Verordnung muss im Rahmen der Auswertung der Expertenkommission ‚Attraktivität des Lehrerberufes’ zurückgenommen werden“, betonte die Bildungsexpertin.