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SPD und CDU setzen beim Azubi-Ticket ihre Irrfahrt fort

Zur Ablehnung des Antrags der Linksfraktion „Azubi-Ticket Mecklenburg-Vorpommern sofort auf den Weg bringen“ erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Mit der Ablehnung unseres Antrages setzen SPD und CDU ihre politische Irrfahrt in Sachen Azubi-Ticket fort. Seit zehn Jahren kommt diese große Koalition nicht vom Fleck, beißt sich an einer Richtlinie zu den Beförderungskosten fest, die vorn und hinten nichts taugt, weil kaum ein Azubi davon profitiert. Seit zehn Jahren halten SPD und CDU die Azubis und deren Eltern hin, die Lage wird immer angespannter. Betriebe suchen händeringend Nachwuchs, besonders in ländlichen Räumen bleiben Lehrstellen unbesetzt.

Auch die Ankündigung der Koalitionäre in der vergangenen Woche, das Ticket einführen zu wollen, ist nichts als Schall und Rauch. Es müssten erst 1000 Fragen geklärt werden und kostenlos soll das Ticket für die Azubis auch nicht sein. Was für ein Widersinn in Zeiten des sich zuspitzenden Fachkräftemangels. Es ist doch längst bekannt, dass die weiten und teuren Anfahrtswege zu den Berufsschulen das Ausbildungshemmnis Nummer eins sind.

Das Geld ist da, Lehrlinge und die Wirtschaft warten schon zu lange auf die dringend erforderliche Unterstützung. Jetzt muss Schluss sein mit der Gutachterei, Feilscherei und Knauserei, sonst wird es ein Ankündigungs-Dauerbrenner wie bei der kostenlosen Kita.

Meine Fraktion wird sich weiter für das kostenfreie Azubi-Ticket einsetzen. Es ist für uns nur ein erster Schritt, ab Schul- und Ausbildungsbeginn 2022 sollen alle Kinder und Jugendlichen in Schule, Ausbildung und Studium den Nahverkehr landesweit kostenfrei nutzen können. Das soll gleichzeitig eine Initialzündung für den Nahverkehr bewirken.“