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Seiteneinsteiger warten bis heute auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Vor mehr als zwei Jahren hat der SPD-Bildungsminister Mathias Brodkorb versprochen, dass Seiteneinsteiger, die langjährig im Schuldienst sind, nicht schlechter gestellt sein dürfen als andere Lehrkräfte. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„>‘Gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘ muss auch in Lehrerzimmern gelten<, vermeldete Brodkorb am 17. September 2013 (PM 082-13). Die Realität sieht freilich anders aus. Seit knapp zwei Jahren warten etwa 800 bis 1000 Lehrkräfte auf ihre Gehaltserhöhung. Versprochen wurde es ihnen im Januar 2014 – mit dem Inkrafttreten des Lehrerbildungsgesetzes. Geschehen ist bisher nichts. 

Das Gesetz sieht vor, Lehrkräften, die über kein Lehramtsstudium verfügen, entsprechend ihres Abschlusses nach 5, 7 bzw. 10 Jahren die Anerkennung der Lehrbefähigung zuzusprechen. Dies ist die Voraussetzung, die Vergütung zu erhalten, die Lehrkräften mit Lehramtsstudium zusteht. Die notwendige Verordnung, die diese Anerkennung umsetzen soll, fehlt bis heute. Legt man durchschnittlich eine Erhöhung von 500 Euro pro Monat zu Grunde, ergibt sich eine Erhöhung des Gehaltes um 6000 Euro pro Jahr und Lehrkraft. Insgesamt bleibt der Bildungsminister diesen Lehrkräften somit bisher knapp 10 Millionen Euro schuldig. Selbst wenn die Lehrkräfte diese Erhöhung rückwirkend erhalten, ist es ein Schlag ins Gesicht für die Frauen und Männer, die seit so langer Zeit hingehalten werden. Das ist ein eigenartiges Verständnis von ‚Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufes‘.  

Minister Brodkorb hat vor zwei Jahren betont, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit ‚eine Frage von Gerechtigkeit‘ ist. Meine Fraktion fordert den Minister auf, dieser Einsicht endlich Taten folgen zu lassen und die Seiteneinsteiger nicht länger wie Menschen zweiter Klasse zu behandeln.“