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Schutz in Gemeinschaftsunterkünften nicht vernachlässigen!

Zur Lage in den Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Der Schutz der Menschen vor dem Corona-Virus darf nicht vor den Toren der Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte enden. Im Gegenteil, gerade hier ist er besonders wichtig. In den Unterkünften leben Männer, Frauen und Kinder auf engstem Raum miteinander, teilen sich Küchen und Waschräume oft mit der gesamten Etage. In den Zimmern leben in der Regel mehrere Personen auf wenigen Quadratmetern zusammen. Möglichkeiten, Abstand zu halten ist unmöglich.

Strikte Maßnahmen und ein gutes Informationsmanagement zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigten sind deshalb unerlässlich. Im Falle des Verdachts einer Ansteckung muss umgehend eine Unterbringung und Versorgung in getrennten Räumlichkeiten sowie auch dezentral außerhalb der Unterkünfte gewährleistet werden. Bei Verdachtsfällen müssen sich Betroffene zügig und niedrigschwellig testen lassen können, um Gewissheit zu bekommen und wiederum andere vor einer Ansteckung schützen zu können.

Das Virus macht keinen Unterschied nach Herkunft, Status und Aufenthaltsort. Es kann alle treffen und so müssen selbstverständlich auch die Schutzmaßnahmen für alle greifen. Deshalb muss auch gelten: Keine Abschiebungen, egal in welches angeblich noch so sichere Land.“