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Schulsozialarbeit braucht Kontinuität – mehr als ein Drittel aller Schulen ist ohne Unterstützung

Zur gegenwärtigen Situation der Schulsozialarbeit im Land erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Mit der derzeitigen Finanzierung der Schulsozialarbeiterstellen ignoriert die Landesregierung eine erforderliche dauerhafte Sicherung dieser Stellen. Wer als Sozialministerin Erfolge feiert, wo Unterbesetzung und nur zeitweilige Finanzierung durch den Europäischen Sozialfonds oder das Bildungs- und Teilhabepaket erfolgt, verschließt die Augen vor der enormen pädagogischen Arbeit und der erforderlichen dauerhaften Regelfinanzierung der Schulsozialarbeiterstellen.

Rund ein Drittel aller Schulen verfügt nicht einmal über eine Stelle für Schulsozialarbeit, darunter viele Grundschulen. Das Land fordert von den Landkreisen und Kommunen, ihren Anteil regelmäßig aus dem eigenen Haushalt zu finanzieren, das Land hingegen bedient sich lediglich der temporären Finanzzuweisung der Europäischen Union oder des Bundes. Wo ist die Verantwortung des Landes?

Wenn wir inklusive pädagogische Prozesse entwickeln wollen und uns ihrer Langfristigkeit bewusst sind, dann muss das Land auch diese Finanzierung sicherstellen. Durch die fehlende kontinuierliche Ausstattung der Schulsozialarbeiterstellen verfestigt sich der Eindruck, dass Schulsozialarbeit nur als vorübergehend erforderlich betrachtet wird und beizeiten eingestampft werden soll.

Bereits die vermengten Zuordnungen zwischen Bildungs- und Sozialministerium stehen im Widerspruch zu einer kontinuierlichen Arbeit. Schulsozialarbeit gehört in das Bildungsministerium, denn die in diesem Bereich Tätigen erfüllen nicht Aufgaben der Jugendhilfe im ursprünglichen Sinne, sondern begleiten und unterstützen engagiert  vor allem das soziale Lernen an den Schulen.“