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Schule und Ausbildung brauchen bessere Bedingungen

„Es ist nicht neu, dass die Wirtschaft händeringend geeignete Auszubildende sucht“, erklärte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster, am Dienstag. Seit Jahren beklagten die Unternehmen die mangelhafte Ausbildungsreife der Schulabgängerinnen und Schulabgänger, ohne allerdings wirksam von der Landesregierung bessere Bedingungen für Schule und Ausbildung einzufordern. „Angesichts der schweren Mängel im Schul- und Berufsschulsystem ist es nicht verwunderlich, dass die Abbrecherquoten bundesweit am höchsten sind.“ Obwohl dies seit Jahren bekannt sei, sehe die Landesregierung tatenlos zu.

Auch nach Ansicht der bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, ist die derzeitige Situation auf dem Ausbildungsmarkt das Ergebnis der fehlenden, aber zwingend erforderlichen Bildungsoffensive im Schul- und Ausbildungsbereich. „Betriebe und Lehrlinge bräuchten Perspektiven, für die es sich lohnt, in MV auszubilden und zu arbeiten. Schlechte Bedingungen sowie viel zu niedrige Löhne laden nicht dazu ein, in MV zu lernen und zu arbeiten. Lehrlinge müssen zudem auf ihrem Ausbildungsweg begleitet, unterstützt und gefördert und dürfen nicht als billige Hilfskräfte ausgebeutet werden“, so Frau Oldenburg. 

„Die besonders vielen unbesetzten Lehrstellen im Hotel- und Gaststättengewerbe spiegeln die schlechten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen der Branche, einschließlich der niedrigen Vergütung“, so Foerster. „Azubis werden oft ausgenutzt, die Arbeitszeitbestimmungen werden zum Teil nicht eingehalten und die Bezahlung ist bei weitem nicht angemessen. Nur bessere Lern- und Arbeitsbedingungen sowie eine bessere Bezahlung können dafür sorgen, dass die für das Land so wichtige Branche nicht ausblutet.“