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Rahmenplan für die Berufs- und Studienorientierung erforderlich

Die Linksfraktion fordert den Bildungsminister des Landes, Mathias Brodkorb, auf, für die Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler einen Rahmenplan zu erstellen. 

„Bislang spielt die Berufs- und Studienorientierung an den Schulen eine untergeordnete Rolle, es gibt dafür keine Lehrpläne“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, am Dienstag. Lediglich in mehr als 12 Jahre alten Plänen der Fächer Arbeit/ Wirtschaft/Technik und Sozialkunde fänden sich dafür bruchstückhaft Grundlagen. „Das ist gerade im Hinblick auf den wachsenden Fachkräftebedarf zu wenig“, betonte Frau Oldenburg. Die Lehrkräfte bräuchten klare Vorgaben, um die Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Berufs-, Studien- und Arbeitswelt vorbereiten zu können. 

„Die Lehrkräfte an den Gymnasien können nicht einmal auf rudimentäre Grundlagen zurückgreifen, sie müssen komplett ohne inhaltliche Richtwerte Studienorientierung leisten“, so Frau Oldenburg. Das Land stehe in der Pflicht, die Schulen zu unterstützen, damit diese wirksame Konzepte entwickeln und die Jugendlichen angemessen auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten können. 

„Die Landesregierung darf die Schulen nicht länger im Stich lassen und muss den inhaltlichen und strukturellen Rahmen für diese Konzepte vorgeben. Wenn die Große Koalition es ernst meint, dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenwirken zu wollen, muss sie einen Rahmenplan als eine konkrete wirkungsvolle Maßnahme erarbeiten. Die Jugendlichen brauchen eine fundierte Orientierung, das Land kann sich die hohen Abbrecherquoten in Studium und Lehre nicht leisten“, betonte Frau Oldenburg.