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Produktives Lernen nicht aufs Abstellgleis schieben!

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Produktives Lernen an den Regionalen Schulen und den nicht gymnasialen Bildungsgängen der Gesamtschulen in den Schuljahren 2017/2018 bis 2020/2021“ (Drs. 7/6092, Anlage) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Die Zahl der offenen Plätze im Produktiven Lernen hat sich mit 267 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die dieses besondere schulische Angebot wahrgenommen haben, hat sich in den letzten zwei Jahren um etwa 70 auf 653 verringert. Angesichts der seit Jahren stetig steigenden Anzahl von Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist das ein fatale Entwicklung. Das Produktive Lernen ist seit Jahren das Erfolgsmodell, das Schülerinnen und Schülern die Chance bietet, einen Schulabschluss zu erreichen. Das ist enorm wichtig, denn wir dürfen keinen Jugendlichen zurücklassen.

Angesichts der Folgen von Schulschließungen, Distanzunterricht und Homeschooling wird die Zahl derer, bei denen der Schulabschluss gefährdet ist, erheblich zunehmen. Deshalb muss das Angebot des Produktiven Lernens ausgebaut und an den Schulen verstetigt werden – anstatt das Erfolgsmodell aufs Abstellgleis zu schieben. Nur so wird sichergestellt, dass keine verlorene ‚Coronageneration‘ von Schülerinnen und Schülern heranwächst und alle Jugendlichen einen Schulabschluss erreichen.“