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Mindestausbildungsvergütung: richtiger Schritt, aber zu niedrig – Einhaltung muss kontrolliert werden

 Zur gestern vom Deutschen Bundestag beschlossenen Einführung einer Mindestausbildungsvergütung ab 1. Januar 2020 erklärt die Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag M-V, Simone Oldenburg:

 „Endlich, endlich muss man rufen, hat der Deutsche Bundestag auch für Azubis die längst überfällige gesetzliche Mindestlohngrenze eingezogen. Ab dem 1. Januar 2020 erhalten alle Auszubildenden im ersten Lehrjahr auch in M-V mindestens 515 Euro. Tausende Jugendliche vor allem in Betrieben ohne Tarifvertrag werden davon profitieren, allerdings auch Auszubildende in sieben Bereichen mit Tarifvertrag in M-V.

Die 515 Euro sind jedoch weit entfernt von den 660 Euro der durchschnittlichen bundesweiten Ausbildungsvergütung und natürlich nicht existenzsichernd. Bundesweit profitieren somit auch nur drei Prozent von der nun beschlossenen Mindestausbildungsvergütung.

Deshalb bleiben wir auch bei unserer Forderung nach einem Azubi-Ticket für M-V – und zwar sofort!

Darüber hinaus brauchen wir ein Recht auf vollqualifizierte Ausbildung und gerade in M-V mit seinen hohen Schul- und Ausbildungsabbrecher-Quoten ausreichende Schulsozialarbeit und Ausbildungsassistenzen.

Zudem fordern wir die Landesregierung auf, die Einhaltung der Ausbildungsvergütungsuntergrenze von Anfang an besser zu kontrollieren als bei der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes. Die Einrichtung einer Hotline wäre ein erster Schritt.“