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Mehr Deutsch und Mathe statt Umschaufeln vorhandener Stunden

Zur heutigen Pressekonferenz von Bildungsminister Mathias Brodkorb „Rechtschreibleistungen der Grundschüler in M-V“ erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Seit Jahren fordert meine Fraktion mehr Unterricht in der Grundschule, vor allem in den Fächern Deutsch und Mathematik. Jedes vierte Kind erreicht in der vierten Klasse der Grundschule nicht die Regelstandards im Bereich der Orthographie. Das ist ein elementares Problem, das mit dem Vorgehen von SPD und CDU nicht beseitigt wird.  

M-V bildet das Schlusslicht in der Unterrichtsversorgung an Grundschulen, in keinem anderen Bundesland haben Schülerinnen und Schüler weniger Unterricht. Wenn SPD und CDU jetzt vorgeben, sie erhöhen die Anzahl der Unterrichtsstunden, ist dies ein fauler Trick. Mehr Deutschunterricht zu Lasten des Sachunterrichtes ist eine weitere Fehlentwicklung, die nicht dazu führen wird, dass die Mädchen und Jungen die dringend notwendige Deutschkenntnisse erreichen. Wird als nächstes der Musik- oder der Sportunterricht gekürzt? Zusätzlicher Deutsch- und Mathematikunterricht in der Grundschule darf nicht zu Lasten anderer Fächer erfolgen. 

Erstklässler haben in M-V am Tag lediglich vier Stunden Unterricht. Es ist zwingend geboten, zusätzlichen Unterricht in Deutsch und Mathematik zu erteilen, um langfristige Grundlagen zu schaffen. So sollte eine Stunde mehr Deutsch und eine Stunde mehr Mathematik zusätzlich unterrichtet werden. Auf den Anfang kommt es an – wer hier weiterhin spart und nur so tut als ob, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Chancengleichheit muss in der Grundschule beginnen, aber ein Umschaufeln bereits vorhandener Stunden bringt keinen Wissenszuwachs.“