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Mehr Anerkennung für Mitglieder von Schulleitungen

Zur heutigen Pressemitteilung von Bildungsminister Mathias Brodkorb „Fortschritt bei der Besetzung von Schulleitungsstellen“ erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

 

„Anstatt meine Kleine Anfrage bezüglich der nicht besetzten Schulleitungsstellen fristgerecht zu beantworten, geht Minister Brodkorb in die Offensive und antwortet über die Presse.

 

Es ist erfreulich, dass sich die Anzahl der kommissarisch besetzten Funktionsstellen seit Monaten auf einem konstanten Wert einpegelt, auch wenn dieser immer noch zu hoch ist. Dies liegt aber nicht, wie der Minister vorgibt, an den Veränderungen beim Besetzungsverfahren. Es liegt schlicht an der Tatsache, dass nicht mehr so viele Mitglieder von Schulleitungen altersbedingt ausscheiden.

 

Minister Brodkorb setzt bei der Besetzung der Schulleitungen nicht nur auf Freiwilligkeit. Er verpflichtet Lehrkräfte, diese Tätigkeit 6 Monate kommissarisch auszuüben und sich im Anschluss auf diese Stelle zu bewerben. Nur wer eine Schule kommissarisch leitet und zugleich bereit ist, die Leitung dauerhaft zu übernehmen, erhält nach den 6 Monaten die damit verbundene Zulage. Bewirbt er sich nicht, macht er kommissarisch weiter und erhält lediglich 50 Prozent der Zulage.

 

So wirbt man nicht um engagierte Schulleiterinnen und Schulleiter. Um deren Arbeit endlich gebührend anzuerkennen, muss vielmehr ab einer Schulgröße von 200 Schülerinnen und Schülern ein zweiter Schulleiter eingesetzt werden. Seit Jahren steigen die Belastung und die Aufgabenfülle dieser Lehrkräfte. Das ist nicht mehr durch einen Schulleiter und dessen Vertreter zu schultern.“