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Linksfraktion fordert 50 Mio. Euro für Bildung

Die Linksfraktion hat heute im Bildungsausschuss Änderungsanträge zum Doppelhaushalt 2016/2017 im Umfang von 50 Mio. Euro gestellt. „Mittel in mindestens dieser Höhe sind erforderlich, um tatsächlich an den Schulen etwas spürbar zu verbessern“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, am Mittwoch in Schwerin. Zwar habe auch Bildungsminister Mathias Brodkorb versprochen, eine solche Summe zu investieren, allerdings landen davon riesige Teile in der Sparbüchse der Landesregierung. 

Aus Sicht der Linksfraktion müssen die von ihr geforderten 50 Mio. Euro für vier Schwerpunkte zur Verfügung stehen: 

1.     Schulbezogene Vertretungsbudgets, um den Unterrichtsausfall tatsächlich zu senken. Jede Lehrkraft soll wöchentlich eine Stunde weniger regulär unterrichten. Diese Stunde kann für Vertretungsunterricht verwendet werden. 

2.     Wöchentlich eine Deutsch- und eine Mathematikstunde zusätzlich in den Klassen 1 und 2. Das bringt den Kindern mehr Zeit zum Üben und baut bestehende hohe Defizite bei den Elementarkenntnissen ab. 

3.     Angleichung der Besoldung für Grundschullehrkräfte an die Gehälter der anderen Lehrerinnen und Lehrer, damit nicht weiterhin der Grundsatz gilt: Bezahlt wird nach dem Alter der Schüler. 

4.     Abschaffung der unentgeltlichen Mehrarbeit für angestellte Lehrkräfte,  jede Stunde muss vergütet werden. 

„SPD und CDU verweigern sich diesen erforderlichen Maßnahmen und setzen offenbar weiter auf den Wohlfühlfaktor. Das wird aber nicht ausreichen, die Zahl der Schulabbrecher zu senken, die miserablen Deutschkenntnisse zu verbessern und dringend erforderliche Lehrkräfte für das Land gewinnen. SPD und CDU setzen allein auf das Engagement von Eltern und Lehrkräften und bleiben selbst untätig.“