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Landesregierung vollzieht Kehrtwende um 180 Grad – Kompass futsch?

Zu den Lockerungen für die Hotels und Gaststätten in der Corona-Krise erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Für die vielen Unternehmen der Tourismusbranche, die täglich um ihre Existenz gebangt haben und immer noch bangen, sind die Lockerungen natürlich eine gute Nachricht. Damit erhalten sie eine Perspektive, wie es weitergehen kann mit ihren Betrieben. 

Dieser plötzliche Kurswechsel erweckt allerdings den Eindruck, dass der Kompass vollends verloren gegangen ist. Während vor wenigen Tagen noch über eine vorsichtige Öffnung der Außengastronomie spekuliert wurde, heißt es heute: Feuer frei und freie Fahrt! Insbesondere die Lockerung für Touristen aus der ganzen Bundesrepublik ist unverständlich. Selbst die Tourismusexperten im Land hatten sich dafür ausgesprochen, zunächst den Tourismus innerhalb des Landes zu gestatten und in einem weiteren Schritt aus Bundesländern mit vergleichbaren Infektionszahlen. Die fast schon blitzartige Kehrtwende um 180 Grad führt die behutsamen schrittweisen Lockerungen der vergangenen Wochen schon beinahe ad absurdum.

Der Gesundheitsschutz von den Beschäftigten und den Gästen muss oberste Priorität haben. Deshalb sind die Hygiene- und Abstandsregeln zwingend einzuhalten. Das schlimmste Szenario wäre, wenn die Branche in acht Wochen erneut die Tore verschließen müsste.

Komplett unbeantwortet bleibt die Frage nach finanzieller Hilfe für die Branche, die unbestritten nach wie vor erforderlich ist. Die verbleibenden Monate der laufenden Saison werden den entstandenen Schaden nicht wettmachen können. In diesem Zusammenhang lediglich mit dem Finger auf die Verantwortung des Bundes zu verweisen ist einfach zu wenig und wird der Bedeutung des Tourismus in M-V nicht gerecht.“