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Kranzniederlegung in Wöbbelin richtig – keine Einladung des Landtages bedauerlich

Zur Kranzniederlegung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Wöbbelin erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Selbstverständlich ist es notwendig, landesweit an Mahn- und Gedenkstätten die Erinnerung an die Verbrechen in der Zeit des deutschen Faschismus aufrechtzuerhalten. Das gilt auch und gerade zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Wöbbelin. Über 1000 Gefangene starben dort im letzten Kriegsjahr an Hunger, Krankheit und Entkräftung. Mit Kranzniederlegungen gedenken alle Demokratinnen und Demokraten ehrend und mahnend den Opfern. Wir machen zugleich deutlich, dass wir für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung eintreten.

Mit Bedauern nehmen wir deshalb zur Kenntnis, dass die Ministerpräsidentin in Wöbbelin eine Gedenkveranstaltung allein durchgeführt und Vertreterinnen und Vertreter des Parlaments nicht dazu eingeladen hat. Das ist ein falsches öffentliches Signal, zumal die Ministerpräsidentin zum traditionellen Gedenken am Mahnmal ‚Die Mutter‘ am 8. Mai in Schwerin einen anderen Weg gewählt hat. Das belegt, dass auch in der Corona-Krise eine Gedenkveranstaltung mit mehreren Personen unter Beachtung der Abstandsregeln durchgeführt werden kann. Auch in Wöbbelin wäre dies problemlos möglich gewesen.“