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Koalition spielt sich als Retterin der Frühförderung behinderter Kinder auf

„Die vollmundige Ankündigung von SPD und CDU, eine ‚dauerhaft tragfähige Lösung für die Frühförderung behinderter Kinder‘ anzustreben, ist zum einen den Protesten der Eltern, zum anderen dem Engagement der Linksfraktion und insbesondere dem Einsatz des Bürgerbeauftragten Matthias Crone zu verdanken“, sagte die bildungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Simone Oldenburg, am Donnerstag in Schwerin.   

„Meine Fraktion hat die Übertragung der Landesförderschulen in die Trägerschaft der Landkreise immer abgelehnt, um den ohnehin benachteiligten Kindern nicht die bestmögliche Unterstützung zu nehmen“, erklärte Frau Oldenburg. „Die Probleme sind seit dem Frühjahr bekannt und wurden von den Koalitionsfraktionen ignoriert.“ Bis heute sei völlig unverständlich, warum die Bedenken bei der Übertragung der Aufgabe auf die Kreise nicht ernst genommen wurden. „Selbst die Einwände aus den eigenen Reihen wurden vom Tisch gewischt.“

„In dem öffentlich ausgetragenen Streit zwischen dem Land und den Landkreisen geht wieder einmal ausschließlich ums Geld“, sagte Frau Oldenburg. „Die Interessen der Kinder und Eltern, die eigentlich das zentrale Entscheidungs- und Handlungskriterium sein müssen, spielen dabei nur am Rande eine Rolle. Wer diesen Mädchen und Jungen wissentlich Bildung und Förderung verwehren wollte, kann heute nicht den Retter mimen“, betonte Frau Oldenburg. „CDU und SPD müssen jetzt unverzüglich handeln und die Schulen einschließlich der Frühförderung wieder in die Landesträgerschaft zurückzuführen. Noch sind die Strukturen vorhanden.“